Mobbing am Arbeitsplatz
Dem Mobbing, also gezielten Anfeindungen über einen längeren Zeitraum, sind geschätzt etwa 1-2 Millionen Arbeitnehmer ausgesetzt. Da sich viele Mobbing-Opfer nicht trauen, gegen das Mobbing vorzugehen, liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich noch höher.
Die Ursachen des Mobbings sind sehr variabel. Es kann sein, dass der Täter einfach nur Spaß daran findet, sein Opfer zu schikanieren und über diese Anfeindungen versucht, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Zudem kann Mobbing auch eine Art Machtdemonstration sein, durch die der Täter seine dominante Position beweisen will. Auch Konkurrenzdruck und Karrierekämpfe können Mobbing verursachen. Das Mobbing äußert sich in den verschiedensten Handlungen. Neben der Kontaktverweigerung und dem Anschweigen gehört auch die Verweigerung von Informationen zum Mobbing. Der Täter sabotiert die Arbeit des Opfers, setzt Gerüchte über das Mobbingopfer in Umlauf, macht sich über es lustig oder äußert fortwährend Kritik. Mobbing kann auch bis hin zur Androhung und Ausführung körperlicher Gewalt gehen.
Die Opfer leiden sowohl psychisch als auch körperlich unter dem Mobbing. Viele trauen sich kaum mehr zur Arbeit, sind anfälliger für Krankheiten und verlieren an Selbstbewusstsein. Ein Arbeitsplatzwechsel scheint für viele Mobbingopfer die einzige Lösung zu sein. Es ist wichtig, sich gegen Mobbing zu wehren. Opfer sollten zunächst das Gespräch mit dem Peiniger suchen. Ist dies erfolglos, sollte man versuchen, Vorfälle mithilfe von Video- und Tonbandaufnehmen zu dokumentieren und den Chef informieren. Die letzte Möglichkeit ist, juristische Schritte einzuleiten und ein Unterlassen zu fordern.
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